Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter Erteilung

Zuständigkeitssuche


Quelle der Inhalte:
Landesportal Schleswig-Holstein

Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter Erteilung

Sie möchten als Notfallsanitäter oder Notfallsanitäterin in Deutschland tätig werden? Dann beachten Sie die formale Berechtigung zum Führen dieser Berufsbezeichnung.


Beschreibung

Die Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter/in“ ist in Deutschland reglementiert und unterliegt somit rechtlichen Vorschriften. Das bedeutet, dass dieser Beruf nur mit einer staatlichen Erlaubnis ausgeübt werden darf. Die Erlaubnis berechtigt Sie, die Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter/in“ zu führen und als solche/r zu arbeiten.

Wenn Sie über einen ausländischen, vergleichbaren Abschluss verfügen und als Notfallsanitäter/in in Deutschland tätig werden wollen, ist dies mithilfe eines Anerkennungsverfahrens möglich. Dementsprechend beantragen Sie eine staatliche Erlaubnis bei der zuständigen Behörde. Wenn Sie zur Zuwanderung nach Deutschland berechtigt sind, kann die Antragstellung auch aus dem Ausland erfolgen.

Kurztext

Die Anerkennung zum Führen der Berufsbezeichnung Notfallsanitäter oder Notfallsanitäterin richtet sich nach bundesrechtlichen Bestimmungen und ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Wenn Sie über eine angemessene berufliche Qualifikation als Notfallsanitäter oder Notfallsanitäterin verfügen, können Sie ihre Berufsbezeichnung in Deutschland anerkennen lassen.


Zuständigkeit

Bitte wenden Sie sich an das Schleswig-Holsteinische Institut für berufliche Bildung (SHIBB), Sachgebiet 21, Gesundheits- und Pflegeberufe.

Zuständige Stelle

Die Zuständigkeit obliegt dem Schleswig-Holsteinische Institut für berufliche Bildung (SHIBB).


Fristen

  1. Stellen Sie einen Antrag für das Anerkennungsverfahren bei der zuständigen Stelle
  2. Die zuständige Stelle prüft die Unterlagen auf Basis der geltenden landesrechtlichen Bestimmungen auf Gleichwertigkeit
  3. Im Falle eines Antrags aus einem anderen EU- oder EWR-Staat oder der Schweiz prüft die Stelle, ob die ausländische Qualifikation der deutschen Qualifikation entspricht.
  4. Die zuständige Stelle teilt Ihnen das Ergebnis schriftlich oder elektronisch mithilfe eines Bescheides mit (direkte Anerkennung, Forderung einer Ausgleichsmaßnahme oder Ablehnung).
  5. Gegebenenfalls fordert die Prüfstelle Sie auf einen Anpassungslehrgang oder eine Eignungsprüfung oder Kenntnisprüfung für die Anerkennung zu absolvieren, wenn eine direkte Anerkennung nicht möglich ist.
  6. Haben Sie die Ausgleichsmaßnahme erfolgreich absolviert und erfüllen alle weiteren Voraussetzungen, wird Ihre Berufsqualifikation anerkannt.

Ausgleichsmaßnahme

Voraussetzungen

  • Berufliche Qualifikation
  • Persönliche Eignung
  • Gesundheitliche Eignung
  • Kenntnisse der deutschen Sprache

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen keine Fristen beachtet werden.

Bearbeitungsdauer

Wenn die Unterlagen vollständig eingereicht worden sind, dauert das Verfahren maximal vier Monate.


Kosten

Die Kosten für das Verfahren hängen vom Aufwand im jeweiligen Fall ab. Ihre zuständige Stelle legt die exakten Kosten individuell fest und informiert Sie darüber. Es können weitere Kosten für Ausgleichsmaßnahmen, Übersetzungen oder ähnliches entstehen.


erforderliche Unterlagen

  • Schriftlicher Antrag zur Anerkennung der Berufsbezeichnung
  • Identitätsnachweis (zum Beispiel Personalausweis oder Reisepass)
  • eine Bescheinigung über die praktische Berufserfahrung an einer anerkannten Lehrrettungswache (Original oder beglaubigte Kopie)
  • gegebenenfalls Ermächtigung zur Annahme von Praktikanten durch die Lehrrettungswache, wenn sich diese nicht in Schleswig-Holstein befindet
  • gegebenenfalls eine Kopie des Bescheides über die Verkürzung oder den Wegfall der praktischen Tätigkeit
  • eine beglaubigte Kopie des Prüfungszeugnisses
  • ein amtliches Führungszeugnis der „Belegart 0“ (zur Vorlage bei einer Behörde), das nicht älter als einen Monat bei Abgabe des Antrags ist
  • eine ärztliche Bescheinigung, die nicht älter als einen Monat bei Abgabe des Antrags ist und die bestätigt, dass Sie körperlich und geistig für die Tätigkeit als Notfallsanitäter/in geeignet sind

Alle Unterlagen müssen Sie in der Regel im Original oder als beglaubigte Kopie und in deutscher Sprache vorlegen. Sind die Unterlagen in einer anderen Sprache verfasst, benötigen Sie eventuell zusätzlich eine Übersetzung von einer öffentlich bestellten Übersetzerin oder einem öffentlich bestellten Übersetzer.

Es können weitere Unterlagen erforderlich sein.


Rechtsgrundlage


Weitere Informationen

Haben Sie ihren Abschluss in einem Land der EU, dem EWR oder der Schweiz erworben oder dort bereits eine Anerkennung über ihre Qualifikation erhalten? Dann kann der Antrag auf Anerkennung in Schleswig-Holstein elektronisch über das Landesportal gestellt werden.

Merkblatt zur Anerkennung der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter“

Landesportal Anerkennung beruflicher Qualifikation

Prüfung zur Berechtigung der Zuwanderung nach Deutschland

Unterstützende Institutionen

  • Sie können auch die Hotline des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge anrufen. Die Hotline beantwortet Ihnen Fragen zum Thema „Arbeiten und Leben in Deutschland“
  • Zudem begleiten und beraten die Service-Stellen des Netzwerks "Integration durch Qualifizierung" (IQ-Netzwerk) Sie gern vor, im und nach dem Anerkennungsverfahren.

Hotline des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Beratungsstellen zur Anerkennung in Schleswig-Holstein

Netzwerk "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Bemerkungen

Bitte beachten Sie, dass die Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter/in“ bis zum Jahr 2014 unter der Bezeichnung „Rettungsassistent/in“ bekannt war. Die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung gilt folglich für beide Bezeichnungen.


verwandte Vorgänge


Ansprechpartner

Schleswig-Holsteinisches Institut für Berufliche Bildung (SHIBB)

Adolf-Westphal-Straße 4
24143 Kiel
Tel: 0431 988-9800  
E-Mail: Poststelle(at)shibb.landsh.de
Web: www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/SHIBB/shibb_node.html

Mitarbeiter (Schleswig-Holsteinisches Institut für Berufliche Bildung (SHIBB))

Karen Lang Icon Vcard

Tel: 0431 988-9762  
E-Mail: karen.lang(at)shibb.landsh.de


Weitere Links